Dimensionierung, Einbau Einregulierungsventile

​​​IMI TA-Einregulierungsventile können dazu verwendet werden, eine Anlage exakt einzuregulieren. Neben der Möglichkeit der Wassermengeneinstellung besitzen IMI TAEinregulierungsventile der Serien STAD und STAF Messnippel zur exakten Messung der Durchflussmenge mit Hilfe des Einregulierungscomputers IMI TA-Scope.

1. Dimensionierung der Einregulierungsventile

Der beste Regelbereich für Einregulierungsventile ist zwischen 50 und​ 100 % der Gesamtöffnung. Wählen Sie deshalb die Einregulierungsventile so aus, dass der gewünschte Druckverlust für den Nenndurchfluss innerhalb dieses Regelbereiches liegt. (Siehe Diagramm im Typenblatt STAD/STAF, bzw. Datenschieber/-scheibe).

Ein Einregulierungsventil, das größer ist als notwendig, kostet nicht nur mehr, sondern es muss im Zweifelsfalle auch nahe der Schließposition eingestellt werden, woraus sich eine relativ schlechte Durchflussgenauigkeit ergibt.

Ist der Druckverlust bei der Planung nicht bekannt, muss das Ventil ausschließlich nach dem späteren Durchfluss gewählt werden.

Bei Druckverlusten unterhalb 3 kPa wird die Messgenauigkeit durch Einflüsse vor dem Einregulierungsventil, die z. B. durch die Pumpe, Regelventile, Bögen usw. hervorgerufen
werden, verschlechtert. Die Tabelle kann zur einfachen Dimensionierung der Einregulierungsventile helfen.

2. Einbau der Einregulierungsventile

Um eine hohe Messgenauigkeit an den Einregulierungsventilen zu erreichen, ist eine gerade Rohrstrecke von 5 d vor dem Ventil und 2 d hinter dem Ventil normalerweise ausreichend (Abb. 1).Abb 1 Rohrstrecken.JPG
Abb. 1: Rohrstrecken vor/hinter einem Meßventil.

Wenn das Einregulierungsventil hinter einem Anlagenteil, der starke Turbulenzen hervorrufen kann, installiert ist, wie z. B. einer Pumpe oder einem Regelventil, empfehlen wir eine gerade Rohrstrecke von mindestens 10 d vor dem Ventil. Bauen Sie keine Teile in diese Rohrstrecke ein, die irgendwelche
Turbulenzen verursachen können, wie z. B. Temperaturfühler.


3. Im Vorlauf oder Rücklauf?

Hydraulisch ist es egal, ob Einregulierungsventile im Vor- oder Rücklauf installiert werden. Die Durchflussrichtung im Ventil sollte für Vor- und Rücklauf immer die gleiche sein. Erfahrungsgemäß ist es aber sinnvoller, die Einregulierungsventile im Rücklauf einzubauen, insbesondere wenn die Ventile mit einer Füll- und Entleerungseinrichtung ausgestattet sind. In diesem Fall können der dazugehörige
Verbraucher oder die zugehörige Rohrleitung einfach entleert werden. 

Eine Einbaulage mit Flussrichtung gegen den Ventilkegel ist vorzuziehen (Abb. 2). Die Messgenauigkeit ist hierbei besser. In der Praxis wird das Einregulierungsventil am bestzugänglichen Platz montiert, und zwar so, dass Turbulenzen vor dem Ventil vermieden werden.Abb 2 Flussrichtung.JPG
Abb. 2: Flussrichtung durch ein Regulierventil.

Eine Einbaulage gegen Flussrichtung ist prinzipiell auch möglich, die Meßgenauigkeit ist dann aber geringer (zus. ± 5 %).
Druckverlauf in STAD.JPG
​​Abb. 3: Druckverlauf in einem STAD Ventil. Kavitation erfolgt, wenn der Druck unterhalb von Pv fällt.
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