Einregulierungsmethode: Vorbereitung

​Vorbereitung für die Einregulierung

1. Bevor Sie mit der Einregulierung beginnen können, müssen verschiedene Vorkehrungen getroffen werden. Diese Vorkehrungen sind gleich, egal ob Sie mit der effizienten IMI TA-Diagnose-Methode oder lieber mit der traditionellen IMI TA-Kompensations- bzw. der neuen IMI TA Wireless-Methode arbeiten.

Voraussetzungen

Für das gesamte Projekt müssen gültige Zeichnungen des Rohrleitungssystems vorliegen, in denen alle Einregulierungsventile mit Angabe der Type und Dimension eingetragen sind. In diese Zeichnung müssen auch für alle Einregulierungsventile die erforderlichen Durchflussmengen eingetragen sein. Es muss sichergestellt sein, dass das System gemäß den IMI TA-Einregulierungsmethoden aufgebaut ist. Das bedeutet, dass an allen parallelen Strängen ein Regulierungsventil und im gemeinsamen Rücklauf das sogenannte Partnerventil vorhanden sein müssen. Nur dadurch kann sichergestellt werden, dass die effizienten IMI TA-Einregulierungsmethoden auch vor Ort angewandt werden können (Abb. 7).

2. Das gesamte System muss gefüllt und entlüftet sein. Dabei ist es besonders wichtig, dass in den oberen Stockwerken auch alle Heizkörper entlüftet sind. 

3. Alle Pumpen müssen betriebsbereit sein. Manuell verstellbare Pumpen müssen auf die höchste Drehzahlstufe geschaltet werden. Drehzahlgeregelte Pumpen müssen so eingestellt sein, dass sie mit maximaler Leistung arbeiten. Es ist zu kontrollieren, ob die Laufrichtung von Drehstrompumpen korrekt ist.

4. Alle Thermostat- und Zonenventile müssen vor der Einregulierung voreingestellt werden. Bei  Thermostatventilen ist es wichtig, dass diese voll geöffnet sind bzw. ist es am besten, wenn der Thermostat-Kopf noch nicht montiert ist. 
Eventuell vorhandene Überströmventile müssen geschlossen werden.
Regelventile müssen ebenfalls auf volle Leistung gestellt werden. Es muss sichergestellt sein, dass während der Einregulierungsarbeiten kein Verstellen der Regelventile möglich ist. Dies ist oft bei Anlagen mit DDC-Regelung schwierig.

5. Ein freier Zugang zu allen Ventilen muss sichergestellt werden. Dies ist speziell dann  problematisch, wenn in Mietobjekten die Einregulierung in den einzelnen Wohnungen erfolgen muss. Sehr oft sind dann einzelne Mieter nicht anwesend und die Einregulierung kann nicht stattfinden. Hier empfiehlt es sich, rechtzeitig einen Aushang anzubringen, bei dem auf die Zeit der Einregulierung hingewiesen wird und gleichzeitig die Bewohner aufgefordert werden, ihre Heizkörperventile zu öffnen.

Bei größeren Objekten ist es ebenfalls notwendig, dass die zur Einregulierung erforderlichen Behelfe, wie Leitern, Gerüste usw., vor der Einregulierung bereitgestellt werden, damit dann kein Zeitverzug eintritt.

Bei unbekannten Objekten ist die Anwesenheit eines ortskundigen Monteurs ratsam, der alle Ventilmontagepunkte kennt. Man erspart sich damit Sucharbeit, wenn man die Anlage selbst nicht kennt.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann mit folgenden Erfahrungswerten gerechnet werden.

1. IMI TA-Kompensationsmethode
3 Mann mit zwei Funkgeräten und zwei IMI TA-Scope-Messcomputern. Ca. 20 Minuten pro Einregulierungsventil.

2. IMI TA-Wireless Methode
1 Mann mit einem IMI TA-Scope Messcomputer und 2 Differenzdruckgebern. Ca. 30 min pro Einregulierungsventil

3. IMI TA-Diagnose-Methode
1 Mann mit einem IMI TA-Scope-Messgerät. Ca. 30 Minuten pro Einregulierungsventil
Abb 7 Rohrnetzaufbau.JPG​Abb. 7: Typischer Aufbau eines Rohrnetzes mit richtiger Anordnung der Regulierventile, um einen hydraulischen Abgleich durchzuführen.​
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