Einregulierungsmethode: Diagnose-Methode

​​IMI TA-Diagnose-Methode (Balancing-Methode)

Vorbereitung

1. Wählen Sie einen Strang. Im Beispiel, das in Abbildung 11 dargestellt ist, ist jeder Strang eine eigene Einheit. Geben Sie jeder Einheit eine Referenznummer und öffnen Sie das Partnerventil im gewählten Strang voll.

2. Schließen Sie alle anderen Stränge. Dieser Vorgang wird empfohlen, um während des Messvorganges genügend Differenzdruck über den Ventilen zur Verfügung zu haben. Um jedoch eine
stabile Betriebsweise der Pumpe, die einen Mindestdurchfl uss von z. B. 20 % erfordert, zu erreichen, kann es notwendig sein, einige andere Kreise dennoch in Betrieb zu halten.

3. Im gewählten Steigstrang wird eine Einheit eines Zweiges willkürlich gewählt.

4. Das Partnerventil der gewählten Einheit sollte voll geöffnet sein.

5. Die Ventile in der Einheit müssen nummeriert werden. Das bedeutet, das erste Ventil nach dem Partnerventil ist Nummer 1. Die nachfolgenden Ventile werden entsprechend nummeriert. 

6. Um sicherzustellen, dass der Druckverlust zur Durchführung einer richtigen Messung ausreichend ist, stellen Sie die Einregulierungsventile in der Einheit auf ungefähr  50 % Öffnung. Dies bedeutet 2 Handradumdrehungen  bei STAD oder stellen Sie die Ventile auf eine eventuell vorhandene berechnete Position ein.
Definition Einheit.JPG
Abb. 11: Was ist eine Einheit?


Der Vorgang (mit Hilfe von IMI TAScope) 

Jeder Schritt des Einregulierungsvorgangs wird in der Anzeige des IMI TA-Scope-Messgerätes vorgegeben.


1. Für jedes Ventil der Einheit wird folgender Vorgang durchgeführt (jeder Schritt wird in der Anzeige des IMI TA-Scope-Messgerätes dargestellt): 

  • Geben Sie die Referenznummer des Ventils ein (1, 2, 3, 4, ....).
  • Geben Sie die Ventiltype, Dimension und Handradposition (STAD, DN 20, 2 Umdrehungen) ein.
  • Danach wird automatisch eine Messung durchgeführt.
  • Schließen Sie das Einregulierungsventil. 
  • Danach wird automatisch eine Messung durchgeführt.
  • Öffnen Sie das Einregulierungsventil auf die vorige Handradposition.
  • Geben Sie die gewünschte Durchflussmenge ein.

2. Wenn dieser Vorgang bei allen Einregulierungsventilen der Einheit durchgeführt und der zur Verfügung stehende Druck am Partnerventil gemessen wurde, berechnet das IMI TA- Scope die richtige Handradposition für alle Ventile in der Einheit. Stellen Sie die Ventile ein und blockieren Sie diese auf den entsprechenden Handradpositionen.

Das IMI TA-Scope hat automatisch den Indexkreis (mit dem höchsten Widerstand) ermittelt und für das entsprechende Einregulierungsventil den niedrigsten Druck verlust (3 kPa) gewählt. Dieser ist nur erforderlich, um die Durchfl ussmenge messen zu können. Die Voreinstellung der anderen Einregulierungsventile wird entsprechend berechnet, um die anderen Elemente in der Einheit abzugleichen. Diese Ergebnisse hängen nicht von der tatsächlich vorhandenen Pumpenförderhöhe ab.

In diesem Stadium der Einregulierung werden die richtigen Durchflussmengen noch nicht erreicht, sondern erst dann, wenn am Partnerventil die richtige Gesamtdurchflussmenge eingestellt wird. Dieser Schritt wird bei dieser Methode erst später durchgeführt. 


Einregulierung aller Einheiten untereinander auf einem Steigestrang

Sind die Einheiten im entsprechenden Steigestrang in allen Abzweigen einreguliert, so müssen diese Einheiten untereinander eingestellt werden. Jede Einheit wird nun wie ein Verbraucher betrachtet, dessen Einregulierungsventil das Partnerventil seiner Einheit ist.

Alle Einheiten der Abzweige eines Steigestranges bilden eine neue Einheit (die Steigestrangeinheit). Sie wird wie vorher beschrieben einreguliert. Das Partnerventil dieser Einheit ist das Einregulierungsventil an der Wurzel dieses Stranges. 

Ist die Einregulierung dieses Stranges beendet, kann das Partnerventil geschlossen und die Einregulierung am zweiten Strang nach derselben Methode durchgeführt werden. 

Wurden alle Stränge einreguliert, bilden Sie eine neue Einheit. Das Partnerventil für diese Einheit ist das Haupteinregulierungsventil bei der Pumpe. Bei dieser neuen Einheit werden die Stränge untereinander mit der gleichen Methode einreguliert. Am Ende wird die gesamte 
Durchflussmenge mit dem Haupteinregulierungsventil eingestellt.

Wenn dieser Einregulierungsvorgang abgeschlossen ist, sind alle Durchflussmengen auf dem gewünschten Wert. Wurden die Werte gespeichert, kann ein Ausdruck, der ein Einregulierungsprotokoll mit allen Voreinstellpositionen und entsprechenden Daten liefert, über einen PC erfolgen. 

Beachten Sie
Besitzt die Anlage eine drehzahlgeregelte Pumpe, wird die Einregulierung unter Nennbedingungen mit der Maximalleistung der Pumpe durchgeführt. Die Gesamtdurchflussmenge wird am Ende am Haupteinregulierungsventil eingestellt, indem man die Leistung der Pumpe so lange reduziert, bis
bei möglichst geringer Förderhöhe der Pumpe die Nenndurchflussmenge erreicht wird.

Hinweis
1. Sind alle Einheiten mit STAP-Differenzdruckreglern ausgerüstet, ist die Einregulierung auf die Einregulierungsventile innerhalb der Einheiten beschränkt. Die Einregulierungsventile in allen Abzweigen und Strängen sind für Diagnose und Servicezwecke erforderlich.

2. Wenn nur einige Einheiten mit einem STAP-Ventil versehen sind,
a) regulieren Sie alle Regelkreise, die mit STAP ausgerüstet sind ein.
b) regulieren Sie den Rest der Anlage entsprechend der IMI TA-Kompensationsmethode ein, da die IMI TA-Diagnose-Methode in diesem Fall nicht verwendet werden kann.

Sind die STAP-Ventile zusammen mit einem STAD-Ventil in Betrieb, ist obige Methode ebenfalls verwendbar, es kann aber auch die IMI TA-Diagnose-Methode verwendet werden:
a) Regulieren Sie das gesamte System mit der IMI TA-Diagnose-Methode und voll geöffnetem STAP ein.
b) Nehmen Sie das STAP in Betrieb, öffnen Sie das mit dem STAP in Verbindung stehende STAD und stellen Sie den Sollwert des STAP-Differenzdruckreglers so ein, dass Sie den Nenndurchfluss für diesen Kreis erhalten.

Abzweige Einheit.JPGStränge Einheit.JPG
​Abb. 12a: Die Abzweige in einem Steigestrang bilden eine neue Einheit.Abb. 12b: ​Alle Stränge bilden eine Gesamteinheit​


Langzeitmessungen

Mit IMI TA-Scope-Messcomputern lassen sich auch Langzeitmessungen durchführen. Es können Druck, Durchflussmenge, Leistung und Temperaturverlauf während eines Zeitraumes aufgezeichnet
werden, um Klarheit selbst in schwierigsten Fällen zu erhalten. Die Messergebnisse können genauso
wie die Messdaten von Einregulierungsventilen bzw. der IMI TA-Diagnose-Methode auf einen PC überspielt werden. Die Software HySelect ist auch in der Lage, ein Diagramm der gespeicherten Messdaten auszudrucken.​​
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